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Die RAI Qualitätsindikatoren
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ACHTUNG: In Kürze (ca. ab Mitte Mai 2003) werden auf unseren Seiten detailiertere Informationen zu den Quality Indicators verfügbar sein, die auf einer gerade fertig gestellten Diplomarbeit von Robert Faust basieren. Diese greifen neuere Entwicklungen aus den USA auf (neue Indikatoren, verbessertes Risk- Adjustment etc.) und diskutieren die Indicators hinsichtlich Pflegeheimvergleichen nach SGB XI und Benchmarking. Qualitätsindikatoren stoßen zur Zeit in der BRD (auch Aufgrund des PQSG) auf eine wachsende Nachfrage. Im Vordergrund steht die Frage nach Pflege- sensitiven Outcomes, mit deren Hilfe sich die Qualität der pflegerischen Versorgung beschreiben lässt. Gerade im Zuge der durch das PQGS zum 01.01.2004 notwendig werdenen Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen (LQV) stellt sich den Pflegeheimen die Aufgabe, die Qualität ihrer Leistungen zu beschreiben und nachzuweisen. Der Ansatz der MDS- Qualitätsindikatoren geht dabei weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Zudem werden auch im Qualitätsmanagement Anhaltspunkte benötigt, die einen Rückschluss auf die Outcome- Qualität (im Vergleich zu anderen Einrichtungen oder im Vergleich zu kritischen Höchstwerten) ermöglichen. Der Nachweis der Qualität der pflegerischen Versorgung stellt zum einen in der BRD eine rechtliche Verpflichtung eines Pflegeheims dar, zum anderen kann in den Pflegesatzverhandlungen mit Hinweis auf besonders gute Outcomes die eigene Verhandlungsposition gewichtig aufgewertet werden. Es ist zudem ein bekanntes Phänomen, dass die Qualität pflegerischer Leistungen für die Leistungsempfänger kaum transparent ist. Als möglicher Ansatz werden in den USA werden die Qualitätsindikatoren des RAI auch verwendet, um eben diese Transparenz herzustellen. Auf offiziellen Web-Sites ist es potentiellen Pflegeheimbewohnern oder deren Angehörigen möglich, die Gegenüberstellung der Pflegeheime hinsichtlich der Qualitätsindikatoren vergleichend einzusehen. Ein Grad an Transparenz, von dem wir im deutschsprachigen Raum weit entfernt sind. Benötigt werden Indikatoren, mit denen sich die Qualität der Versorgung beschreiben lassen und die zudem „pflege- sensitiv“ sind, d.h. durch die Erbringung der Dienstleitung Pflege beeinflusst werden. Das RAI kennt 24 Qualitätsindikatoren, die positiv validiert wurden und sich größtenteils mit den Erkenntnissen der Pflegeforschung zu „nursing- sensitive Outcomes“ decken. Diese 24 Qualitätsindikatoren lassen sich aus den Assessment- Daten des MDS extrahieren, d.h. es ist keine zusätzliche Datensammlung notwendig. Die Auswertungen hinsichtlich der Qualitätsindikatoren ist also bei Verwendung einer EDV- Lösung nach Eingabe der MDS- Daten quasi auf Knopfdruck möglich. Die Ausprägungsgrade der Qualitätsindikatoren lassen sich auf mehreren Wegen nutzbar machen. Zum einen sind sie eine wertvolle Datenbasis für ein Benchmarking mit vergleichbaren Einrichtungen („Wo stehe ich im Vergleich zu anderen?“), zum anderen lassen sie sich auch intern nutzen, indem die eignen Werte mit internationalen, nationalen oder regionalen Durchschnittswerten oder empfohlenen Obergrenzen vergleicht. Es lässt sich auf diesem Wege leicht identifizieren, in welchem Bereich ein vordringlicher Handlungsbedarf besteht. Eine überdurchschnittlich hohe Prävalenz an Stürzen hätte etwa zur Folge, sich dieser Problematik gezielt im rahmen der Problemanalyse und Qualitätsentwicklung zu widmen. Qualitätsindikatoren bieten also zum einen die Chance, die eigenen Qualitätsdefizite gezielt anzugehen, sowie die Stärken der Institution mittels valider Daten transparent zu machen.
Ein ausführlicher und detaillierter Artikel über Qualitätsindikatoren allgemein und Qualitätsindikatoren im RAI wird in Kürze in einer Fachzeitschrift erscheinen (Abstract siehe Rubrik 'Dokumente'). pro RAI/RUG- Ansprechpartner in punkto Qualitätsindikatoren sind Christian Grebe und Robert Faust.
Die 24 Qualitätsindikatoren des RAI sind:
Bei den Bezeichnung handelt es sich um freie Übersetzungen. Die Originalbezeichnungen der Qualitätsindikatoren finden Sie bei interRAI.
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